Hilft Resilienz beim Umgang mit Stress?

Im Zusammenhang mit Burnout wird häufig auch über Stressmanagement gesprochen, also wie wir mit Stress umgehen sollten, um daran nicht krank zu werden und um gar nicht erst im Burnout zu landen.IMG_3580 In diesem Zusammenhang gab es in der Zeitschrift „Good Health“ ein lesenswertes Dossier zu verschiedenen Aspekten und Möglichkeiten sich zu entstressen. „Stress Detox“ wird es dort genannt, also in etwa Stress-Entgiftung, und der Untertitel lautet „wie wir uns von schädlichen Stress-Hormonen befreien“. Wir konnten dazu einen kleinen Beitrag beisteuern, denn auch das Resilienz-Profil von Menschen bestimmt das persönliche Stress-Level und den Umgang mit Stress. Inwiefern kann also Resilienz-Training beim Stressmanagement hilfreich sein?

Zuallererst sollte man sich einmal fragen, was Stress überhaupt ist. Denn auch wenn es mancher im ersten Moment nicht glauben mag, es gibt guten Stress und schlechten Stress, Eustress und Disstress genannt. Und es gibt Stress, der von außen kommt und Stress, den man sich selbst macht. Je nachdem, womit man es zu tun hat, gibt es unterschiedliche Wege damit umzugehen. „Ein grundsätzliches Stress- bzw. Erregungspotenzial ist für das Überleben eines Organismus unabdingbar. Positiver Stress erhöht die Aufmerksamkeit und fördert die maximale Leistungsfähigkeit des Körpers, ohne ihm zu schaden. Im Gegensatz zum Disstress wirkt sich Eustress auch bei häufigem, langfristigem Auftreten positiv auf die psychische oder physische Funktionsfähigkeit eines Organismus aus.“ so Wikipedia. Gegen diese Form von positivem Stress haben wir also nichts, im Gegenteil wir setzen uns ihm teilweise freiwillig aus, wenn wir uns die Skipiste herunterstürzen oder an einem Wettbewerb teilnehmen, der uns Aussicht auf einen Gewinn verspricht.

Anders ist es bei negativem Stress, der zu häufig kommt oder gar nicht wieder verschwindet, dem wir Ohnmacht gegenüber empfinden, weil wir denken, nichts gegen ihn tun zu können. „Insbesondere können negative Auswirkungen auftreten, wenn die individuelle Person (auch durch ihre Interpretation der Reize) keine Möglichkeit zur Bewältigung der Situation sieht oder hat.“  Ob die Situation nicht doch beherrschbar ist und ob nur die Selbstwahrnehmung einen glauben macht, das dem nicht so ist, gilt es festzustellen. Dabei kann Resilienz hilfreich sein, denn unsere seelische Widerstandskraft unterstützt uns dabei, stressige Situationen richtig einzuschätzen. Resilienz kann uns die nötige Gelassenheit geben, ruhig und so in der Lage zu bleiben, stressige Situationen zu verändern.

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Eine Option ist, die stressige Situation zu verlassen, auch wenn sich das viele Menschen nicht vorstellen können, eine andere, die eigenen Haltung zur Situation zu verändern und eine weitere, die Stressfaktoren der Situation zu verkleinern. Genau das ist es auch, was wir beim Resilienz-Training tun. Mehr Gelassenheit eröffnet nämlich bessere Entscheidungsmöglichkeiten in stressigen Situationen. Resilienz hilft auf jeden Fall, sich zu entstressen.

Nicole Willnow

"Je ne regrette rien."